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Freitag, 25. März 2016

Trainingslager Frankreich Tag 6: La vie est belle!

Die heutige Tour lässt sich einfach beschreiben: Zweimal links abbiegen. Dazwischen 4 Stunden Natur pur in allen Facetten durch die Schlucht des Gorges du Verdon. Diese Schlucht wird umgangssprachlich auch Grand Canyon du Verdon genannt. Der Start lag 90 Autokilometer von Villelaure in der Nähe von Le Verdon - einem türkisblauen See.

Zunächst schlängelte sich die enge Straße 18 Kilometer über Serpentinen hinauf. Hier erreichten wir bereits eine Höhe von über 1200 Metern über dem Meeresspiegel. Die durchschnittliche Steigung betrug 6 Prozent. Der Ausblick ließ einen immer wieder den Blick abwenden. Es gab so viele beeindruckende Landschaften zu sehen, dass man die vielen Höhenmeter kaum bemerkte.


Nach 18 Kilometern folgte dann die erste Abfahrt, in der ich meine Kurventechnik schulen konnte. Nur ab und zu störten Autos oder Rehe die Naturidylle. Nach der Abfahrt, die auch durch zwei kurze Tunnel führte, erreichten wir ein Höhenplateau. Ab jetzt ging es gleichmäßig bergauf und bergab. Das Landschaftsbild und die Vegetationen wechselten nahezu von Kurve zu Kurve und ließen die Tour zu einem besonderen Erlebnis werden. Mal karge Felsen wie in den Hochalpen, dann wieder Kiefernwälder wie in Kanada und türkisblaues Wasser, was fast an die Karibik erinnerte.


Nach 45 Kilometern - dem Wendepunkt - verspürten wir den Drang nach einem Koffeinkick. Und zum Glück  war das erste und einzige Haus, was wir weit und breit sahen ein Kaffee. Und es wurde noch besser: Der Besitzer sprach tatsächlich deutsch und öffnete seine Gaststube extra für uns Radsportler. Nach der kurzen Kaffeepause waren wir bereit für die zweite Hälfte der Tour. Es mischten sich traumhaft flowige Abfahrten und mäßige Aufstiege - auch hier belohnte und die Landschaft wieder für die Anstrengungen.



Die Tour durch die Schlucht des Verdon sollte dringend in der Liste der Dinge niedergeschrieben werden, die ein Radsportler in seinem Leben gemacht haben sollte.


Zurück in Villelaure waren wir alle voll mit wunderschönen Eindrücken. Die Daten des Tages waren am Ende: 86 Kilometer, 1900 Höhenmeter und eine Fahrzeit von 4 Stunden und 11 Minuten.

Die Kohlenhydratspeicher füllten wir beim Abendessen mit selbstgemachter Pizza auf.

Keep on riding,

Vanessa


Zitate des Tages:

"Wann geht es denn endlich bergab?..."Geht es jetzt bald mal bergab?!"

" Was war denn bitte in dem Riegel?"

"Habe eben mit 800 Watt hinter dir her getreten und kam nicht ran."

"Das ist so schön hier, ich komme nicht klar."














 
 
 
 

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