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Sonntag, 15. März 2015

Das war Mallorca 2015!

Nachdem auch der letzte Sand aus den Radsachen geschüttelt ist, die Hometrails wieder unsicher gemacht werden und das deutsche Wetter uns wieder hat, hatte ich Zeit genug, das Trainingslager Revue passieren zu lassen.

Als ich am ersten Reisetag mitten in der Nacht auf dem Düsseldorfer Flughafen auf der Suche nach dem Rest meiner Reisegruppe herumirrte, war ich schon ziemlich nervös, was da wohl auf mich zukommen würde. Mein erstes Trainingslager überhaupt lag vor mir, mit einer Gruppe Sportler, die ich (mit Ausnahme von Vanessa) noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Meine größte Sorge war wohl der Tatsache geschuldet, dass wir als Gruppe zusammen fahren würden, denn ich ging fest davon aus, mich immer deutlich hinter den andern herumeiern zu sehen, irgendwo zwischen dem Ziel und dem Hotel zusammen zubrechen, weil ich das Tempo schlicht und ergreifend nicht halten konnte, oder einfach nicht so fit sein würde wie der Rest der Gruppe.


Doch schon nach dem Flug und der Fahrt ins Hotel fühlte ich mich super wohl in unserer Gruppe und der Rest lief wie von selbst. Und so meisterte ich viele persönliche Premieren, angefangen mit dem Finden von Bremse und Schaltung am Rennrad, der ersten Tour über 100 Kilometer und drei Cappuccino am Tag zu trinken. Auch wenn ich dem "Versuchsobjekt Rennrad" am Anfang noch etwas kritisch gegenüberstand, sobald ich mich an das Fahrgefühl gewöhnt hatte und etwas Vertrauen in dieses wackelige Gestell gebracht hatte (besonders bergab), konnte ich Vanessas Beschreibung nur bestätigen: es ist wirklich wie fliegen. Und so wurde jeden Tag neue Kilometerbestmarken geknackt, dieser oder jeden Berg erklommen und gelacht. Viel gelacht. Gerade wenn wir nicht auf dem Rad saßen, hatten wir viel Spaß in unserer Gruppe, besonders bei der gemeinsamen Nahrungsaufnahme im Hotel. Da gab es den Buffettflitzer, English Dragon Mom, Pseudotriathleten-Pärchen und viele weitere, völlig ahnungslose andere Gäste, die Opfer unserer Analysen wurden. Ich für meinen Teil hatte beim Abendessen manchmal Mühe nicht vor Lachen mein Essen über den Tisch zu verteilen, was unserem hektischen Kellner sicher nicht gefallen hätte.

Natürlich wurde aber auch untereinander genug gestichelt, dass es uns nicht langweilig wurde. "Hobbystreifen" an den Beinen, verbrannte Nasen oder ominöse Schulterbewegungen, es gab immer einen Grund.

Also an meine Mitreisenden: Ich liebe euch alle! Es hat super viel Spaß gemacht mit euch und ich würde jederzeit wieder mit euch ins Trainingslager oder sonst wohin fliegen, trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Sprüche, die ihr uns ab und an reinwürgt. Aber wir werden zurück schießen, spätestens beim Mallorca-Nachtreffen oder auf dem ein oder anderen Wettkampf.

An Vanessa: Du bist die Beste! Ich glaube wir ticken schon ziemlich gleich, besonders mit unseren verrückte Ideen.  Egal was wir gemacht haben (Essen, österreichische Arztserien gucken, Blog schreiben, Rennrad fahren, Shoppen, Vor-Fans-flüchten, trainieren), wir hatten immer unseren Spaß. Ich freu mich schon auf unsere gemeinsamen Wettkämpfe, wir rocken das! Und bleib auf jeden Fall so wie du bist :)

Und jetzt gehts aufs Mountainbike, denn genau heute in vier Wochen startet in Hellenthal das erste Rennen der Saison!

Evelyn

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