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Mittwoch, 17. Januar 2018

Mallorca Tag 4 und 5: Frühstücken mit dem Olympiasieger!

Tag 4: Ruhetag in Palma
Weil die Muskeln ja bekanntlich in der Ruhe wachsen, war es nach dem Dreierblock an der Zeit einen Regenerationstag einzulegen. Um unseren kulturellen Horizont zu erweitern, unternahmen wir einen Städtetrip nach Palma. Bei Kaffee, Eis, dem Besuch des Rapha-Stores und Sonne pur, genossen wir unseren freien Tag ohne Rad.


Als wir in das Hotel zurückkehrten, stolperten wir über hochwertige Räder und jede Menge Koffer, die auf eine tschechische Radsportgruppe hinwiesen. Endlich Gleichgesinnte! Bis auf anerkennendes Nicken war es mit der Kommunikation aufgrund der Sprachbarrieren leider etwas schwierig. Doch die Gruppe sollte uns noch eine besondere Überraschung bescheren - dazu gleich mehr.

Der Ruhetag klang im Whirlpool des Hotels aus - dadurch erhoffen wir uns Morgen frische und ausgeruhte Beine. Zudem bot sich das Schauspiel eines einzigartigen Sonnenuntergangs.


Tag 5: Ich kann es nicht glauben, er ist es tatsächlich!

Der nächste Trainingstag begann wie immer am Frühstücksbüffet mit allerhand Rentnern, die sich immer nicht so Recht entscheiden können, was sie essen möchten und den ganzen Betrieb aufhielten. Auch die Radsportgruppe aus Tschechien war bereits im Saal eingetroffen. Als ich gerade die Auswahl an Haferflocken sondierte, erschien ein Sportler neben mir, der mir irgendwie bekannt vorkam. Als wir dann den Saal von unserem Platz aus in Augenschein nahmen, sagte mein Lieblingsmensch "Der sieht ja exakt so aus, wie Jaroslav Kulhavý." Je genauer wir ihn observierten, desto klarer wurde uns, dass er nicht genauso aussah, sondern es tatsächlich war. Um es zu 100 % abzusichern, checkten wir kurz seine Onlineportale - und fanden dort ein Bild unserer Hotellobby. Ich kriegte mich gar nicht mehr ein, hatte ich doch eben mein Müsli neben dem großen Star der Mountainbikeszene, dem Weltmeister, Europameister und Olympiasieger gelöffelt!! Und zudem auch noch Fahrer für Team Specialized. ich weiß nun genau - ohne jetzt ins Detail zu gehen - was ein Olympiasieger so zum Frühstück isst.

Nachdem ich mich beruhigt hatte, konnten wir zum eigentlichen Tagesprogramm, dem Radfahren übergehen. Jedes zweite Wort, was ich während der Tour jedoch von mir gab war: KULHAVÝ!

Heute ging es wieder zum Arbeitsberg Randa, wo ich drei Mal 15-minütige Tempointervalle absolvierte. Es fanden sich viele Gleichgesinnte, die dort ebenfalls ihre Intervalle fuhren, was einen immer zusätzlich zum Durchhalten motivierte. Letztlich summierten sich die Kilometer zum zweiten Hunderter für dieses Jahr in 4 Stunden Fahrtzeit. Heute das erste Mal zur Ausbildung der Formkanten in kurz-kurz bei 22 Grad.


Die Zeit bis zum Abendessen, bei dem ich hoffte, endlich mein Idol wieder zutreffen, vertrieb ich mir damit, nach Jaroslav Ausschau zu halten. Leider ohne Erfolg. Das Abendessen zog ich mit unzähligen Gängen ebenfalls künstlich in die Länge, doch leider: Er kam nicht.

Somit stellt sich mir die Grundsatzfrage: Kann man Olympiasieger werden, wenn man in so einem Hotel isst? Deswegen drei mögliche Thesen, die wir beim Abendessen aufstellten:

 1) Er lässt das Abendessen ausfallen - mit Low Carb und Kaloriensparen zum Erfolg.
2) Er kocht selber - mit Vertrautem zum Erfolg.
3) Er isst beim Food-Truck von Team Bora-Hans Grohe (wahlweise auch Trek-Segafredo, is(s)t ja alles um die Ecke) - mit anderen Athleten zum Erfolg.

Wir werden es heute auf jeden Fall nicht mehr ergründen. Ich frage ihn morgen beim Frühstück - wenn er denn erscheint!

Bis dahin: Keep on riding,
Vanessa



Zitate des Tages:
"Also den Zucker spar´ ich mir heute...oh ein Cookie!"
"Kulhavý bietet keinerlei Windschafften, so dünn wie er ist!"
Er: "Warst du hier schon mal im kleinsten Gang?"
Ich: "Ich weiß gar nicht, ob ich hier schon mal auf dem kleinen Kettenblatt war!" :D



  

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