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Montag, 15. Januar 2018

Mallorca Tag 2 und 3: Eat, train, sleep, repEAT

Tag 2: Zweimal Randa und zurück




Am Morgen musste zunächst die Frühstückskrise bewältigt werden. Zum Einen der Stammplatz (wir hatten in der Tat schon nach einem Tag einen Platz als Stammplatz auserkoren) war bereits von einem deutschen Rentnerpaar belegt. Alle anderen ca. 200 Plätze im Speisesaal waren mir zu eng, zu weit oder zu dicht am Büffet oder einfach zu unpassend. Zum Zweiten fand ich in den Weiten der Essenlandschaft keinen Ingwer, keinen Ingwertee, kein Vollkornbrot und nur komisches Müsli. Um keinen Preis wollte ich schließlich von meinen bewährten Essgewohnheiten abweichen. Man stellt fest, dass ein Sportler eben ein Sportler ist und nicht einfach irgendetwas essen kann, um die volle Leistung bringen zu können. Ich begnügte mich somit mit einem Müsli aus allerhand Haferflocken, die dann aber auch den ganzen Tag satt machten. Morgen werde ich beim Foodtruck von Bora-Hans Grohe nach einer angemessenen Mahlzeit fragen. 😉


Wir brachten es gestern nicht über das Herz, unsere geliebten Räder im hoteleigenen Radkeller zurückzulassen. Dieser war abgelegen (man musste sich für jede Tour einen Schlüssel geben lassen, durch 10 Türen kämpfen, einmal durch das gesamte Hotelgrundstück schieben und den Schlüssel wieder abgeben), bot keinerlei passende Gesellschaft für unsere verwöhnten Räder und war zudem unsicher. Also nahmen wir unsere Räder kurzerhand mit auf den Balkon, um sie stets im Blick zu haben. Wir fanden nirgendwo ein Schild, was uns auf ein Verbot dessen hinwies und zudem sind die beiden ja auch sauber und ruhig.

So konnten wir heute in aller Frühe aufbrechen und hatten als Ziel den Berg Randa auserkoren. Obwohl ich schon sehr oft auf der Insel war, bin ich noch nie dort gewesen. Höchste Zeit, dies zu ändern. Auf dem Plan stand die zweimalige Befahrung im Tempomodus. Ein super schöner Arbeitsberg - von vielen Profis ebenfalls geschätzt, wenn man sich die dichte Frequentierung ansieht.

Nach 3,5 Stunden Fahrtzeit, 86 Kilometern und 1030 Höhenmetern endete der zweite sehr gute Trainingstag.

Tag 3: Heute muss ein 100er her!
Beim Frühstück passte ich meine Essgewohnheiten heute den Gegebenheiten des Büffets an und konnte meine Kohlenhydratspeicher einigermaßen füllen. Es ist ein regelrechter Kampf am Büffet gegen unzählige deutsche Rentner - in unserem Hotel senken wir den Altersschnitt erheblich. Die meisten Gäste sind in der Tat deutsche, sonnenhungrige unter Vitamin-D-Mangel leidende  - zumeist als Ehepaar mit gleicher Windjacke im Duett auftretende - Rentnerpaare. Das werde ich mir hier im Alter definitiv auch gönnen, bevor ich zu Hause unter einer grauen Wolkendecke alt werden muss.

Die Mission des Tages war die Absolvierung der ersten 100-Kilometer-Tour für dieses Jahr. Eine lange Ausdauerfahrt somit, die bei 20 Grad und Sonnenschein um einiges leichter fällt, als in der Heimat. Es lief so zügig heute, die Kilometer flogen nur so dahin. Zunächst fuhren wir Richtung Palma und dann über Bunyola durch den landschaftlich wunderschönen und bergigen Orient. Nach einer Mittagspause mit Kaffeestopp in Alaro rollten wir durch unzählige weitere Orte, deren Reihenfolge ich nicht mehr so genau rekonstruieren kann - zurück ins Hotel.

Die Daten des dritten Trainingstages: 107 Kilometer, 4 Stunden 20 Minuten Fahrtzeit, 1024 Höhenmeter und 2000 verbrannten Kalorien (aller höchste Zeit, die Speicher wieder zu füllen). Apropos Speicher füllen: Da wir es nicht bis zum Abendessen erwarten konnten, suchten wir kurzerhand den Supermarkt um die Ecke auf. Und siehe da, auf dem Weg dorthin stießen wir zufällig auf den Truck vom Team Trek-Segafredo, die sich gerade im Nachbarhotel häuslich einrichteten. Jetzt wissen wir, wo wir guten Kaffee abstauben können. ;)




Der erste Trainingsblock auf der Insel ist somit absolviert und morgen steht der erste Ruhetag an.

Bis dahin: Keep on riding,
Vanessa




Zitate des Tages:
"Dann geh´ doch mal rüber zu Bora, die kochen dir was Feines."
"Immer diese Sonderwünsche."
"Man soll nicht hungrig einkaufen gehen."
    -"Dann dürfte ich ja niemals einkaufen gehen!"


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