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Donnerstag, 29. Oktober 2015

Saisonrückblick von Vanessa: Das war 2015!

 
"Es ist unbedeutend, wie weit du es letztlich nach oben geschafft hast! Alles was zählt, ist wie viel Leidenschaft du hineingesteckt hast. Und die Selbstverständlichkeit kompromisslos dafür zu leben, was du liebst."
 
 

Die Saison 2015 ist nun schon seit einigen Wochen Geschichte, die letzten Wettkämpfe sind bestritten - Zeit zurückzublicken. Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen, hatte meine Saison wenige Höhen, sondern war leider durch einen extremen Tiefschlag bestimmt. Ich musste schmerzlich erfahren, dass das Leben leider nicht immer „Freund ist“ und der Mountainbikesport ein hohes Verletzungsrisiko birgt. Bin ich in der Vergangenheit von Verletzungen verschont geblieben, traf es mich bei meinem ersten richtig schweren Sturz gleich extrem heftig. Nach einer sehr guten Vorbereitung und einem gelungenen Auftakt war für mich Anfang Mai erst einmal Schluss. Mit zwei gebrochenen Handgelenken und der Prognose des Arztes „Sie werden in diesem Jahr definitiv nicht mehr auf dem Rad sitzen können“ brach meine Radsportlerwelt kurz zusammen. Doch im wahrsten Sinne des Wortes nur kurz, denn ich wollte der Prognose des Arztes nicht wirklich Glauben schenken. So entschied ich mich für eine Operation und gegen eine konventionelle Behandlung, um den Heilungsverlauf zu beschleunigen. Zwei Tage nach der Operation stieg ich mit einem Rehabilitation-Trainingsplan schon wieder mit Lauftraining ein. Was dann folgte waren unzählige Stunden Rollentraining. Die Frage „Warum mache ich das überhaupt?“ schwirrte dabei häufig im Kopf herum. War doch zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, ob ich überhaupt jemals wieder Radfahren könnte. Und es ist schwierig sich zu motivieren, wenn man sich in dieser Ungewissheit befindet. Doch nach kurzen Zweiflern und Motivationsproblemen kam dann doch immer wieder der alte Kämpferwille des Sportlers durch.
Ich merkte in dieser Zeit, wie wichtig mir der Sport ist und welchen Stellenwert er in meinem Leben einnimmt. Und das es sich deswegen lohnt, dafür zu kämpfen! Die Heilung verlief dann entgegen der Prognosen gut, sodass ich recht zeitnah mit langsamer Belastung der Handgelenke beginnen konnte oder besser einfach begann. Jedoch hatte ich lange die Befürchtung, dass meine Handgelenke niemals wieder die Belastungen des Mountainbikens aushalten werden.

Am 18. Juli war dann schließlich der „Tag der Rückkehr“ - eigentlich noch zu früh und auch mit Schmerzen - aber so ein kurzes Zeitfahren war schon wieder machbar. Darauf folgte ein Trainingslager zur weiteren Formoptimierung, bevor ich dann am 8. August den ersten Marathon bestritt. Hier merkte ich dann aber sehr deutlich, dass mir die Berge noch sehr große Probleme bereiteten, weil mir das Bergtraining und die Höhenmeter in den Beinen fehlten. So war der erste Marathon eine große Qual. Der Spaß, die Freude und Leichtigkeit am Fahren blieben im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Dies hielt mich - zwar nach kurzen Zweiflern und Überlegungen es für diese Saison einfach aufzugeben - nicht davon ab, eine Woche später in Zierenberg zu starten. Und im Nachhinein kann ich nur sagen „gut, dass ich gestartet bin“, denn dies war für mich definitiv ein Race to remember mit einer guten Zeit und einem Podestplatz. Ich hatte das Gefühl, zu mir selbst und meiner alten Fahrfreude zurückgefunden zu haben.

Es folgten daraufhin noch weitere Rennen, insgesamt fehlte mir aber die Konstanz, die Leistungen schwankten von Woche zu Woche und so richtig gut lief es dann nur noch einmal bei der Spessart-Challenge in Bad Orb, wo ich den ersten und einzigen Sieg der Saison einfuhr.

Letztlich hat mich diese Saison viel Kraft gekostet und mich einige Mal zur Überlegung gedrängt, ob es Sinn macht den Leistungssport in dieser Form weiterzubetreiben. Doch heute weiß ich: Es geht weiter und ich habe wieder zur Freude und zum Spaß am Fahren und Trainieren zurückgefunden. Gefühlt hat mich dieser Tiefschlag eher stärker gemacht. Und ich freue mich schon auf die neue Saison.

Nun geht es in die Wintervorbereitung, in der ich mich neben dem Training auch stärker meinem Studium widmen werde. Und 2016 werden dann die verpassten Ziele und Träume von dieser Saison nachgeholt. :)

Hier noch ein kurzer Überblick der Wettkämpfe:



Was?

Wann?

Platzierung

Großer Straßenpreis der RSG Buchenau

12. April 2015
 
 
 

2. Platz AK

2. Platz Gesamt

SKS Kellerwald-Marathon, Gilserberg

19. April 2015

9. Platz (AK)

19. Platz Gesamt

SKS Marathon, Sundern

25. April 2015

2. Platz (AK)

11. Platz Gesamt

verletzungsbedingte Pause

 

 

Hessische Meisterschaften Einzelzeitfahren, Stadtallendorf

18. Juli 2015

1. Platz (AK)

1. Platz Gesamt

Marathon Nordenau (Nutrixxion Trophy)

8. August 2015

5. Platz (AK)

14. Platz Gesamt

SKS Sauerland Marathon, Schmallenberg-Grafschaft

15. August 2015

2. Platz (AK)

5. Platz Gesamt

SKS Marathon „Rund um den Zierenberg“

22. August 2015

3. Platz (AK)

3. Platz Gesamt

Spessart-Challenge,

Bad Orb

6. September 2015

1. Platz (AK)

2. Platz Gesamt

Drei-Täler-Marathon, Titmaringhausen (Nutrixxion Trophy)

12. September 2015

6. Platz (AK)

9. Platz Gesamt

Dünsberg-Marathon, Biebertal

(Rosbacher Bike Challenge)

27. September 2015

2. Platz (AK)

9. Platz Gesamt

In diesem Sinne:
Keep on riding,

Vanessa

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